PKV Vergleich und Info
Als gesetzlicher Krankenversicherter hat man als Arbeitnehmer die Möglichkeit ab einem Jahresbruttoeinkommen von 48.150 €, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Selbstständige haben diese Hürde nicht. Sie können sich unabhängig vom Einkommen in der PKV versichern.
Der Wechsel in die PKV schließt jedoch auch den Wechsel in die private Pflegeversicherung mit ein.
Kosten: Beitrag in der privaten Krankenversicherung
In der „normalen“ gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man abhängig vom Einkommen. Je mehr man verdient, umso mehr muss man zahlen.
Anders in der PKV: Die monatlichen Versicherungsbeiträge werden bei privat Versicherten nicht Einkommensabhängig berechnet sondern nach Alter, Gesundheitszustand, Geschlecht und einigen weiteren Kriterien. Das heisst: Je Älter und kränker man ist, umso mehr Kosten kommen auf einen zu.
Es besteht daher die Gefahr, dass man als privat Versicherter schon frühzeitig den Höchstbeitrag leisten muss. Diese Grundlage zur Berechnung der Beiträge ist die Ursache dafür, das für fast alle die private Versicherung über die Jahre gesehen teurer ist als die gesetzliche Krankenversicherung.
Insbesondere dann wenn Familienmitglieder (Kinder oder Ehepartner) mitversichert werden müssen, rechnet sich die Ersparnis im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung
nicht mehr. Denn in der gesetzlichen Krankenversicherung sind Familienmitglieder in der Regel beitragsfrei mitversichert, was die PKV im direkten Beitragsvergleich schlechter abschneiden lässt. Für Familien ist die gesetzliche Versicherung so gut wie immer die günstigere Wahl.
Die private ist die billigere Variante für junge, gesunde und gutverdienende ledige Menschen.
Fast alle Tarife beinhalten einen Rücklagefond (sogenannte Altersrückstellungen), der gewährleisten soll, dass die Beiträge im Alter dem niedrigeren Einkommen angemessen sind. In der Praxis steigen die Beiträge trotz dieser Rücklagen an. Wer mit Anfang dreissig 250 Euro pro Monat zahlt kann mit Anfang 60 einen Beitrag von ca. 750 Euro rechnen. Die Verdreifachung des Beitrages in dieser Zeitspanne gilt als realistisch.
Vergleich der Leistungen:
Im Rahmen der privaten Krankenversicherung gibt es verschiedene Leistungsmodelle. Bevor man nach dem Preis geht, sollte man sicher gehen das man einen umfassenden und richtigen Schutz vereinbart hat. Eine Krankenvollversicherung die mindestens den Leistungen einer gesetzlichen Krankenkasse entspricht sollte der Mindestschutz sein. Leider umfassen nicht alle PKV-Tarife solche Leistungen. Oft wird versucht dem Kunden das Produkt „Private Krankenversicherung“ mit einem extrem günstigen Versicherungsbeitrag schmackhaft zu machen. Oft beinhalten diese extrem günstigen Tarife auch weniger Leistungen.
Unabhängig vom Preis sollten mindestens die folgenden Leistungserbringungen im Tarifpaket versichert sein:
- Stationäre Behandlungen (wie z.B. Aufenthalt im Krankenhaus im Mehrbettzimmer, stationäre Vorsorge und Rehakuren ...)
- Ambulante Behandlungen (wie z.B. Heilmittel, Krankenpflege, Psychotherapie, Arzthonorare, Kostenerstattung für Heilpraktiker ...)
- Zahnersatz und zahnmedizinische (Zahnersatz, Zahnbehandlung, Kieferorthopädie)
- Verdienstausfall (Krankengeld und Krankentagegeld, sehr wichtig vor allem für Selbstständige und Freiberufler)
Der Versicherungsnehmer hat die Wahl zwischen einer 100 % Kostenübernahme in allen Bereichen und verschiedenen Möglichkeiten einer Selbstbeteiligung/Selbstbehalt. Ein solcher Eigenbehalt wird als jährliche Summe vereinbart. Bis zu dieser Summe muss man als Versicherter alle Leistungen selbst tragen. Erst bei Überschreitung kann man seine Gesundheitsrechnungen bei die Versicherung einreichen und bekommt die Kosten erstattet. Je geringer die Selbst-Beteiligung desto höher der Preis. Die Selbstbeteiligung ist daher oft ein Ansatzpunkt um die Kosten für eine PKV zu reduzieren.
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