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PKV: Weniger Verträge abgeschlossen |
Private Krankenversicherungen klagen über weniger Neuverträge
Nicht nur die gesetzlichen Versicherten beschweren sich über die Folgen der Gesundheitsreform. Inzwischen sind es auch die privaten Krankenversicherer, die mahnend den Zeigefinger erheben. Sie haben daran zu knappern, dass der Gesetzgeber den Wechsel von einer gesetzlichen in eine private Krankenkasse erst nach Ablauf von drei Jahren für pflichtversicherte abhängig Beschäftigte möglich ist. Immerhin hat sich von 2007 auf 2008 die Anzahl der abgeschlossenen Verträge für eine so genannte Vollversicherung halbiert.
Dem stehen auf der anderen Seite steigende Kosten gegenüber, die laut Aussagen der Verbandes der privaten Krankenversicherer ein deutlich höheres Niveau aufweist als der Kostenanstieg bei den gesetzlichen Krankenkassen. Hier betont man ein drohendes Finanzierungsloch und man wünscht sich von Seiten der privaten Krankenkassen einen deutlich höheren Einfluss auf die für medizinische Leistungen geltenden Qualitätsstandards und Behandlungspreise.
Der Jahresbeginn 2009 brachte ein kleines Plus für die privaten Krankenversicherer. Durch eine Anpassung des Basistarifs gewann man neue Kunden, bei denen eine private Versicherung vorher nicht möglich gewesen war. Auch die diversen Zusatzversicherungen sind klar auf dem Vormarsch. Immerhin stieg die Anzahl der privaten Zusatzversicherungen um fast eine Million Neuverträge, was einen Zuwachs von 4,7 Prozent bedeutet. Auch die Pflegezusatzversicherung setzte sich weiter durch. Mehr als 140.000 neue Kunden brachten ein Plus von mehr als zwölf Prozent.
Das angedeutete Finanzierungsloch lässt sich allerdings aus den Zahlen derzeit nicht erkennen, wenn man die Zahlen des Geschäftsjahres 2008 zugrunde legt. Die Einnahmen übersteigen die Ausgaben immerhin noch um knappe neun Millionen, denn den Beitragseinnahmen von 28,33 Millionen Euro stehen 19,53 Millionen Euro Ausgaben gegenüber. Was allerdings auch bedacht werden muss, ist die Tatsache, dass die Beitragseinnahmen sich nur um 2,7 Prozent erhöht haben, die Kosten dagegen mit einer Erhöhung von 6,6 Prozent zu Buche schlagen.
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