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Überblick zum Basistarif in der PKV |
Welche Vorteile bringt der Basistarif in der privaten Krankenversicherung
Der wichtigste Faktor bei der Einführung des Basistarifs in der privaten Krankenversicherung bewirkt, dass viele Menschen, die vorher keine eigene Krankenversicherung hatten, jetzt über den Basistarif versichert werden können. Man geht davon aus, dass das deutschlandweit etwa 200.000 Personen betrifft.
Bis zu einem Alter von 55 Jahren müssen einen die private Krankenversicherungen aufnehmen, ohne dass nach einer Gesundheitsprüfung bestehende Leiden aus dem Versicherungsumfang ausgeschlossen werden können. Unter bestimmten Voraussetzungen ist sogar die Mitnahme der Altersrückstellungen möglich. Für die Berechnung des Beitrags sind lediglich das Alter und das Geschlecht maßgeblich.
Der Basistarif in den privaten Krankenversicherungen umfasst alle Leistungen, die ein Pflichtversicherter in der gesetzlichen Krankversicherung erhalten würde. In konkreten Daten bedeutet das, dass man die gleichen Zuzahlungen für stationäre und ambulante Behandlungen und auch für die verordneten Heil- und Hilfsmittel zahlen muss. Bei einem Krankenhausaufenthalt muss man ebenfalls zehn Euro für 28 Tage je Kalenderjahr zuzahlen. Der Unterschied zu den herkömmlichen Tarifen in der privaten Krankenkasse liegt darin, dass man dort nur je fünfzehn Euro in den ersten sieben Tagen zuzahlen muss.
Der Anspruch auf Krankengeld beginnt ebenfalls am 43. Tag und umfasst im Regelfall siebzig Prozent des zuvor erzielten Nettoeinkommens. Dieses Krankengeld kann bis zu Beitragsbemessungsgrenze aufgestockt werden, darf jedoch neunzig Prozent des Nettoentgeltes nicht überschreiten. Dieses Krankengeld wird auch gezahlt, wenn ein Kind des Versicherten erkrankt.
Auch bei der Übernahme der Kosten für Zahnbehandlungen und Zahnersatz gelten die gleichen Leistungen wie bei der gesetzlichen Krankenkasse auch( Ergänzend können bieten sich Zusatzkrankenversicherungen an) . Sogar der Bonuszuschuss für regelmäßigen Zahnarztbesuch ist identisch. Das bedeutet im Klartext, dass normalerweise die Hälfte der Kosten für Zahnersatz übernommen wird und man mit verschiedenen Zusatzversicherungen und dem Bonus bis zu einer Kostenübernahme von neunzig Prozent kommt. Das gilt auch für spezielle Füllungen und Inlays.
Ein grundsätzlicher Unterschied besteht allerdings zwischen dem Basistarif der privaten und den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in der organisatorischen Abwicklung. Wer den Basistarif der privaten Krankenversicherungen wählt, zahlt seine Behandlung zunächst einmal selbst und bekommt die Kosten nach Vorlage der Rechnung von der Krankenkasse erstattet. Einige private Krankenkassen gehen auch schon dazu über, die Abrechnung über eine Chipkarte abzurechnen, um den mit der Abrechnung verbundenen Verwaltungsaufwand zu minimieren.
Allerdings sind die Kosten für den Basistarif der privaten Krankenversicherung um einiges höher als der Beitrag, den man für eine gleichwertige Versicherung bei der gesetzlichen Krankenkasse zahlen müsste. Für einen jungen Erwachsenen sollte man knapp 570 Euro Beitrag pro Monat einplanen. Hinzu kommt, dass man seine Kinder separat versichern muss und dafür pro Kind und Monat noch einmal mehr als 200 Euro pro Monat einplanen sollte, weil es die kostenfreie Versicherung von Familienangehörigen ohne ein eigenes Einkommen bei den privaten Krankenkassen im Gegensatz zu freiwilligen gesetzlichen Versicherung nicht gibt.
Im Fazit bleibt zu sagen, dass der Basistarif der privaten Krankenversicherung zwar für einige Menschen einen Vorteil, bei anderen sozialen Konstellationen aber große Nachteile bringt, so dass man sich im Zweifelsfall sehr genau überlegen sollte, welcher Versicherer auf lange Sicht hin die bessere Wahl ist.
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