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Versicherungsbetrug steigt immer mehr an

Versicherungen gehen immer mehr Betrügern auf den Leim


Die Versicherungen haben in Deutschland derzeit ein großes Problem: Versicherungsbetrug scheint immer mehr in Mode zu kommen. Dabei handelt es sich aber keinesfalls um professionelle Betrüger, sondern um Kunden, die versuchen, sich mit kleinen Tricks Versicherungsleistungen zu erschleichen.


Betrug wird mit Kavaliersdelikt verwechselt


Erschreckend ist, dass viele, die dem nacheifern, noch nicht einmal wissen, dass es sich wirklich um Betrug handelt. Die meisten gehen von einem Kavaliersdelikt aus. Eine Studie zum Versicherungsbetrug, welche vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (EDV) an die GfK Finanzmarktforschung in Auftrag gegeben wurde, macht deutlich: Mehr als 20 % sind der Meinung, es wäre nicht weiter schlimm, die eigene Versicherung einmal mehr bezahlen zu lassen als nötig.


4 % aller Haushalte begehen Versicherungsbetrug


Die meisten Betrugsfälle gibt es in der privaten Haftpflicht- und der Hausratversicherung. Laut Studie glauben mehr als 40 % aller Befragten, dass ein Betrug in diesen beiden Bereichen am ehesten unentdeckt bleibt. Da die Befragten mehr als ehrlich waren, gaben 4 % aller Haushalte zu, in den letzten fünf Jahren Versicherungsbetrug begangen zu haben. Und weitere 7 % gaben an, in ihrem unmittelbaren Umfeld schon einmal von einem Versicherungsbetrug erfahren zu haben.


Was aktuelle Fälle von Versicherungsbetrug in Deutschland anbelangt, werden Schäden meistens nicht absichtlich herbeigeführt. Vielmehr handelt es sich um Fälle, in denen tatsächlich ein Schaden vorliegt, der allerdings nicht durch die Versicherung übernommen werden würde. Um dennoch eine Leistung durch die Versicherung zu erhalten, wird der Schadensverlauf anders dargestellt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Summe des Schadens zu hoch anzusetzen.


„Schwarze Liste“ soll Versicherungsagenturen vor Betrügern schützen


Versicherungsagenturen versuchen, Betrügereien Einhalt zu gebieten. So sollen Serientäter mit einer verbesserten Anti-Betrugsdatei entlarvt werden. Sowohl bei der Privathaftpflicht- als auch bei der Hausrat- und der Wohngebäudeversicherung werden Versicherte auf die schwarze Liste katapultiert, sofern sie ihrem Versicherer innerhalb von 24 Monaten drei Versicherungsschäden mitteilen. Im Bereich der Kfz- und Rechtsschutzversicherung gilt hingegen, dass man bereits mit vier gemeldeten Schäden in zwölf Monaten auf die schwarze Liste kommt.


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